Freiwillige Feuerwehr Borringhausen

 

07

 

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr

Borringhausen


Die Freiwillige Feuerwehr Borringhausen wurde gegründet nachdem der Ort Borringhausen von mehreren Bränden heimgesucht worden war und man nahezu hilflos dem zerstörerischen Feuer gegenüberstand. Im Mai 1895 trafen sich Bauern und Heuerleute in der Gastwirtschaft Broermann um die Gründung einer Feuerwehr zu beschließen. Am 5. August 1895 wurde die Feuerwehr Borringhausen in einer Bauerschaftsversammlung gegründet. 79 Männer und Jungmänner traten ein. Im Herbst des gleichen Jahres wurde für eine Gemeindespritze gesammelt. 

Als erster Unterstellplatz für die Spritze diente die Scheune auf dem benachbarten Hof Ashorn. Am 13. Dezember des Gründungsjahres hatte die Feuerwehr Borringhausen ihre Bewährungsprobe. Sie wurde zum Brand eines Heuerhauses in Hüde gerufen und war trotz schlechten Wetters rechtzeitig zur Stelle. Am 1. Juli 1901 wurde die Freiwillige Feuerwehr Borringhausen als 20. Mitglied in den Oldenburgischen Feuerwehrverband aufgenommen. Der OFV ist heute eine regionale Untergliederung des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen und somit als Bindeglied zwischen Kreisfeuerwehrverbänden und der Landesebene tätig. 

Über die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Borringhausen während des Ersten Weltkrieges ist nur bekannt, dass sie „naturgemäß unter den Folgen des Krieges litt“. Das Protokollbuch enthält für diese Zeit nur einige Jahresabrechnungen. Ein Meilenstein in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Borringhausen war der Bau des ersten massiven Feuerwehrhauses mit Trockenturm neben der Schule. Die Grundsteinlegung fand am 31. Oktober 1927 statt. Übergabetermin des neuen Spritzenhauses von der Gemeinde Damme an die Wehr war der 10. Juli 1928. 

Die Machtübernahme 1933 bedeutete eine vollständige Umorganisation der Freiwilligen Feuerwehr Borringhausen in eine Hilfspolizei mit einheitlicher Uniform und Ausbildung. Die Behörden unterstützten die Bemühungen einen Feuerschutz auf die Beine zu stellen. 

Kurz nach Kriegsende wurde der Wehr eine gebrauchte Tragkraftspritze bereitgestellt. 1951 konnte das erste Löschfahrzeug beschafft werden. Das erste Stiftungsfest nach dem Krieg wurde bereits 1950 als „Goldenes Jubiläum“ gefeiert. Das LF8 musste schon 1964 aufgrund technischer Mängel ersetzt werden. Auch das alte Gerätehaus war viel zu klein geworden. Am 15. Mai 1975 konnte das neue Gerätehaus als Anbau an das Schulgebäude eingeweiht werden. 1981wurde ein neuer Schlauchanhänger für die Wehr beschafft. Ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8 Magirus wurde 1982 aus Ulm abgeholt. 

Seit der Auflösung der Grundschule im Jahr 1980 nutzt die Wehr Borringhausen das ehemalige Schulgebäude als Versammlungs- und Schulungsraum. Im Zuge der Neukonzeption des erweiterten Katastrophenschutzes des Bundes erhielt der Kreis Vechta erstmals Fahrzeuge für seine eigene Katastrophenschutzeinheit. Ihm wurde ein  Löschgruppenfahrzeug LF16 TS zugewiesen. Kreisverwaltung und Kreisbrandmeister beschlossen übereinstimmend, das Fahrzeug in Borringhausen zu stationieren.

Das bisherige LF 8 ist durch ein neues (H)LF 10/10 von IVECO-MAGIRUS ersetzt worden. Sieben Kameraden haben das neue Fahrzeug am 29. September nach zweitägiger Unterweisung im Herstellerwerk in Weisweil/BW entgegengenommen und nach einem großartigen Empfang durch die Bevölkerung aus Borringhausen noch am gleichen Abend in Dienst gestellt. Die offizielle Übergabe an die Wehr durch den Bürgermeister der Stadt Damme, Herrn Gerd Muhle, erfolgte am 16. Januar 2012 mit den Nachbarn, dem Kreisbrandmeister, den Führungen der Nachbarwehren und Kameraden der FTZ Vechta. Die Mannschaften der Dammer Wehren und die Kameraden aus Dielingen/NRW hatten am folgenden Abend Gelegenheit das Fahrzeug zu begutachten und das Ereignis zu feiern. Der neue Ortsbrandmeister aus Damme, Udo Schwarz, hatte extra Utensilien beschafft um die Felgen zu putzen.

Version 16.1.2012
 
 
Freiwillige Feuerwehr Borringhausen Dammerstr.12 49401 Damme